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TANDERN
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Tandern
 
Inmitten einer Hügellandschaft, umringt von Wiesen und Wäldern liegt der Ort Tandern mit ca. 1000 Einwohnern. Tandern liegt im östlichen Teil des ehemaligen Altlandkreises Aichach, gehört aber seit der Gebietsreform 1974 zum Landkreis Dachau und liegt dort an der nordwestlichen Landkreisgrenze. Tandern liegt in der Mitte des Städte- und Industriedreicks München-Ausgburg-Ingolstadt. Von jeder der genannten Städte ist der Ort ca. 45 km entfernt.

Im 2 km entfernten Schmarnzell wird mit einer Höhe von 553 m der höchste Punkt des schwäbisch-bayrischen Hügellandes erreicht. 

In Tandern entspringt auch die Ilm, die später in die Donau mündet (näheres siehe unten).


 
Nun kurz einige Worte zur Geschichte:

843 n. Chr. ist die erste gesicherte urkundliche Erwähnung des Ortes Tandern. Insgesamt wird Tandern vor dem Jahr 1000 n. Chr. Mindestens 5 x urkundlich erwähnt.
Ca. 1000 n. Chr. ging Tandern in das Eigentum der Grafen von Scheyern, den späteren Wittelbachern über.
Am 19.12.1266 wird Ritter Arnold von Tandern als letzter der „Herren von Tandern“ urkundlich erwähnt.  Das verweiste Schloß samt Besitztum gelangt in der Folgezeit an Verwandte adeliger Geschlechter (z.B. Adelshofer, Steyrer).

Der Ortsname Tandern ist abzuleiten vom althochdeutschen „tan“ (=Wald) und die älteste Wortform aus dem Jahre 843 n. Chr. stammend, als Tandern „Tannara“ hieß.
 
 

Wortwandel des Ortsnamen Tandern:


760
843
859
1147
1255
1345
1447
1517
1564
seit 1873
Tactara ?
Tannara
Tannaromacha
Tannarn
Tanneiren
Tannern
Taennern
Tannern
Dannern
Tandern

 

Der Ursprung und der Verlauf der Ilm

Schon in sehr alten Karten bis herauf ins 19. und Anfang des 20. Jh. Ist der Ursprung der Ilm in Tandern eingezeichnet. In der Tat berichten auch sehr alte Geschichtsquellen darüber, dass die Iom in der Tanderner Flur entspringt. So steht schon im „churbayerischen Atlas“ aus dem Jahre 1687 die interessante Feststellung, dass die Ilm nahe des Tanderner Schlosses aus einem Bach hervorquillt. Auch der kgl. geistl. Rat und Benefiziant Ernst Geiß berichtet einleitend in seiner Chronik über das Schloß und die Hofmark Tandern aus dem Jahre 1873 folgendes: „An dem Ursprung der Ilm zwishcen Augsburg und München, im Landgerichte Aichahc, zu dem Bisthume Augsburg gehörig, liegt das Schloß und Dorf Tandern...“ Deutlicher könnte die Beweisführung über die Echtheit dieser Aussage nicht sein. Unterstützt wird dieser Sachverhalt noch dadurch, dass nicht nur die älteste kartographische Darstellung Bayerns, die sog. „bayerischen Landtafeln“ des Philipp Apian aus dem Jahre 1568, die Tanderner Flur als alleiniges Quellgebiet der Ilm ausweisen. Auch weitere bayerische Karten aus dieser und späterer Zeit erhärten und untermauern mit Nachdruck die These, dass die Ilm alleinig in der Tanderner Flur entspringt, in nicht, wie heutige Karten es dem Leser glauben machen wollen, in der Pipinsrieder Flur. Selbst älteste noch lebende Tanderner Bürger erinnern sich noch deutlich daran, dass schon von jeher Schulklassen nach Tandern kamen, um den Ursprung der Ilm zu erkunden. Weiterhin steht die Tatsache im Raum, dass das Wasser der Ilm, das aus einer ergiebigen Quelle gefasst worden war, einige Jahrzehnte die zentrale Trinkwasserversorgung Tanderns sicherte und das überschüssige Wasser die Ilm speiste und diese selbst in sehr trockenen Sommern nicht austrocknete. Dagegen trocknete in früherer Zeit dar Bach in Pipinsried glaubwürdigen Augenzeugen zufolge in trockenen Sommern beständig aus.

Wer nun Recht hat, wird sich er interessierte Leser fragen und darüber schmunzeln, wenn das Hinweisschild Ilm sowohl in Tandern an der Ilmbrücke als auch in Pipinsried findet. Jedenfalls sind sich die Bürger Tanderns in dieser Sache einig: Der Ursprung der Ilm war und ist von jeher in Tandern und bleibt es auch in Zukunft.


 
 
Bilder aus Tandern


Kirche "St. Peter und Paul" und Schloß Tandern

 
Kirche "St. Peter und Paul"
Frauenkirche